Mittwoch, 24.02.2010
hannah.
you're a tiny pretty little miss,
I dream about our very first kiss,
and for sure I fell for you.
it was in a club, that's very tru(e).
several nights, just you and me.
whilst this love might never be,
your thoughts were too ambivalent.
I'll never forget your pleasant scent,
you said one day you'll go to Frisco,
hanging around in a fancy disco,
wearing your tights and bang bang shoes,
with gin or wine, whatever you choose.
I'm telling you, now and here,
although you're a bit queer,
you should always keep me in mind.
You are definitely one of a kind.
a challenge, that's what you are,
I'll be near you, even from afar.
indeed, abode by promise,
yes, I assure you this.
von jimmytheexploder um # 22:09 in | Kommentieren | TrackBack (0) | versenden
Freitag, 12.02.2010
buttercup.
und scheinwerferlicht tut das seine.
kuss um kuss, die leidenschaft,
ich spüre dich und deine kraft.
wen kümmert der nächste morgen schon?
wir vergessen alles um uns herum:
wir in unserem imperium.
sinkt dein blick ganz tief herab.
ich sehe dich weinen, mein herz zerspringt,
meine wärme, die uns zusammenbringt.
niemals hätte ich auch nur gedacht,
dass ich dir so nah sein kann:
du bist meine Frau, ich bin dein Mann.
von jimmytheexploder um # 22:05 in | Kommentieren | TrackBack (0) | versenden
Dienstag, 19.01.2010
What I would.
What I would give to see your face again?
What I would do to see your shiny grin?
This feels like I'm dying inside,
dying of yearning cause you're my delight.
What I would make so you could see?
What I would take so we could be?
This feels like I'm cryin' inside,
crying in pain cause you're my pride.
Promise is promise, but that's just a lie.
I gave it to you and you passed it by.
What I would say if we're vis-á-vis?
What I would sing to make you merry?
This feels like I'm defying inside,
defying you cause I know that I've tried.
von jimmytheexploder um # 12:28 in | Kommentieren | TrackBack (0) | versenden
Okie's Story.
I should tell you a story about one guy.
One guy, oh dear, that had to die.
This man I'm speaking of, he had a wife.
It's an angry wife, both with pistol and knife.
She shot him in the leg, oh, what a crime,
only because he hasn't returned back on time.
Eventually she ended up in jail,
but foolish guy, he paid the bail.
Madly in love, he took her back,
down into his tiny Wisconsin shack.
She was still in rage and has backslid,
shot him a second time, that's what she did.
But this time it was a hanging matter,
it's a true story, people, and no patter.
Both were dead and gone forever,
now you should be the one who's more clever.
Keep away from women like that,
or do you wanna end in a mortal combat?
von jimmytheexploder um # 12:27 in | Kommentieren | TrackBack (0) | versenden
Donnerstag, 29.10.2009
Noch nachgereicht: Hurricane + Melt! 2009.
Hurricane 2009 - wieder einmal ein Erlebnis. Dabei live gesehen:
- Anti Flag
- Blood Red Shoes
- Bosse
- Brand New
- Clueso
- Die Ärzte
- Eagles of Death Metal
- Fettes Brot
- Franz Ferdinand
- Get Well Soon
- Katy Perry
- Keane
- Kings of Leon
- Kraftwerk
- Lykke Li
- Paolo Nutini
- Pixies
- The Mars Volta
- The Rakes
- The Ting Tings
- Tomte
Melt! 2009. Nächstes Jahr definitiv wieder:
- Bloc Party
- Jochen Distelmeyer
- DJ Supermarkt
- Glasvegas
- Gossip
- Kasabian
- Klaxons
- Oasis
- Phoenix
- Röyksopp
- The Soundtrack Of Our Lives
- Travis
- The Whitest Boy Alive
- WhoMadeWho
- Patrick Wolf
Vielen Dank an all die tollen Menschen, die ich meine Freunde nennen darf und die mich auf so vielen Festivals begleiten.
Besonders an: Anne Böker, Micha, Simon, Domi, Josie, Madeline, Lala, Mainzi, Richard, Sophie und die Dresdener.
Bis zum nächsten Jahr!
von jimmytheexploder um # 13:05 in | Kommentieren | TrackBack (0) | versenden
Mittwoch, 21.10.2009
Ginger.
the first time she passed my way
was like struck by a fast breaking day.
ginger, oh ginger, beauty in every bone
please, won't you take me home?
i saw her in a fancy dress,
she was moving slowly and with grace,
ginger, oh ginger, beauty in every bone
please, won't you take me home?
ginger, you seem so sad and down,
no chance to talk next time you're around,
ginger, oh ginger, beauty in every bone
please, won't you take me home?
your pale skin makes me shiver,
for you i would cross even the deepest river.
ginger, oh ginger, beauty in every bone
please, won't you take me home?
von jimmytheexploder um # 16:22 in | Kommentieren | TrackBack (0) | versenden
Donnerstag, 24.09.2009
Musik der Zukunft - Zukunftsmusik?
24. September 2009.
Das Ende eines Jahrzehnts nähert sich mit gewaltigen Schritten! Die "Nuller", die "Zweitausender" - wie auch immer man es nennen mag - gehen zu Ende.
Was hat dieses Jahrzent auf musikalischer Ebene gebracht? Wo führt es uns Musikversessene hin?
Jedes Jahrzehnt, seit es elektronisch verstärkte Musik gibt, hatte seine speziellen Musikstil, den es hervorbrachte und den es nur dort gab.
50. Rock'n'Roll.
60. Beat/Psychedelic.
70. Punk/Disco/Funk.
80. Post-Punk/NDW.
90. Grunge/Britpop/Electro.
2000? ...
Was alle Jahrzehnte gemein hatten: sie brachten historische Ereignisse mit sich. Die Welt und allen voran die Jugend war in Aufruhr; die Jugend, die für die neuen Musikstile verantwortlich war.
Wofür steht der Beginn des 21. Jahrhunderts? Das aufstrebende China, die Weltwirtschaftskrise, der 11. September?! All diese Ereignisse scheinen keinen Einfluss auf die Musikszene gehabt zu haben. The Strokes haben ihr Debüt im Jahre 2001 sicherlich nicht im Affekt zum Anschlag auf das World Trade Center geschrieben. Auch waren die Alben von Coldplay keine Reaktion auf die neue Supermacht China. Und Songs von Amy Winehouse über die Weltwirtschaftskrise gibt es auch nicht, geschweige denn spart sie, weil es der Wirtschaft so schlecht geht, an ihrem Drogenkonsum.
Was ist der Musikstil, den dieses Jahrhundert hervorgebracht hat?
Die Libertines haben lediglich zu viele The Clash-Alben gehört, Mike Skinner von den Streets wollte auch nur mal einen auf Beastie Boys machen, und Franz Ferdinand gab es in der Form von Gang of Four ebenfalls schon einmal. All diese Künstler waren entscheidend für die Nuller. Doch was erzählen wir unseren Kindern welchen Musikstil wir gehört haben? New Rock / Nu Metal (Linkin Park, Limp Bizkit, Nickelback), Garagen-Revival / Retro (Mando Diao, The White Stripes, The Hives), New Rave (Klaxons, Hot Chip, CSS) - alles war schon mal da und bekam deshalb lediglich das Attribut new oder revival. Selbst in so uninteressanten und irrelevanten Musikstilen wie Pop oder Black Music wurde geklaut was das Zeug hält. Die 80er sind zurück, erleben ihr Revival.
In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, wo führt das alles hin?
In den '00's erlebter der Syntie-Pop die 80s eine Rückkehr. Anfang der 90s wurde der Punk der 70s wiederbelebt. Heißt das etwa, dass wir an einem Punkt der Popmusik angelangt sind, an dem es nur noch Weiterentwicklung zu bereits existierenden Musikstilen geben kann? Kommt in den "Zehnern" eine Wiederkehr des Grunge, des Britpop oder gar des Eurodance? Vor allem letzteres lässt wohl jeden Musikliebhaber, der nicht gerade mit 2,8 Promille Alkohol im Blut durch die Apres-Ski-Hütte ravt, einen kalten Schauer über den Rücken laufen lassen. Doch Einfluss der elektronischen Musik lassen sich kaum noch bestreiten. Der Erfolg solcher Künstler wie WhoMadeWho, Lykke Li und allen Voran The Whitest Boy Alive, bei denen die Grenze zwischen Rockmusik und Elektro letzlich verschmolzen zu sein scheint, spricht dabei für sich.
Das Medium Musik ist angeblich tot.
Die Musikindustrie ist angeblich tot.
Dabei ist es erstaunlich, dass im Jahre 2008 so viele Vinyl-Schallplatten verkauft wurden, wie zuletzt 1991 - nämlich 1,9 Millionen.
Ein Song im Internet kostet 99cent, manchmal sogar 1,29€. Da wundert es die Plattenindustrie noch, dass niemand auf diesen Zug aufspringt und immer noch alle illegal downloaden? Wer wäre so naiv und lädt sich im Internet ein Album für insgesamt 10€ herunter, wenn man für den gleichen Preis eine echte CD oder Vinyl samt Artwork bekommt? Das ist nämlich des ausschlaggebene Punkt: Niemand kauft mehr Alben, gerade weil sie so teuer sind. Die Plattenbosse werden es wohl nie lernen...
Ferne Zukunftsmusik.
Ich frage mich ständig was aus der Musik wird, die ich zu lieben - ja, gerade zu vergöttern - gelernt habe. Natürlich wird Musik in ihren Grundfesten bestehen bleiben. Die alten Legenden werden in den Köpfen der Menschen niemals sterben, immer wird es Leute geben, die Johnny Cash, Ray Charles, The Beatles, Jimi Hendrix, Michael Jackson, Nirvana oder Oasis verehren. Doch wohin geht die Entwicklung? Was "hören" wir oder besser gesagt unsere Kinder und Kindeskinder am Ende dieses Jahrhunderts? "Musik" als elektronische und rhytmische Impulse an unser Gehirn? Und wer den besten "Beat" zufällig komponiert bekommt die meisten Downloads von Zentralrechner der internationalen Musikdatenbank in Peking? Mit Musik lässt sich schon lange kein Geld mehr verdienen im Jahr 2097. Musik dient "lediglich" der gesamten Menschheit. Kunst ist für alle da - ohne Schranken, ohne Barrieren. Den Beruf des Musikers wird es in seiner heutigen Form nicht mehr geben.
Wäre das nicht eine tolle Vorstellung?
Nein.
von jimmytheexploder um # 01:54 in | Kommentieren | TrackBack (0) | versenden
Sonntag, 01.03.2009
Die Sterne im phaeno, Wolfsburg.
Die Sterne im phaeno, Wolfsburg am 28. Februar 2009.
Ein Konzert im phaeno, ein Konzert von den Sternen – es konnte doch nur großartig werden. Von meiner Idee waren schnell einige Leute überzeugt und das Konzert konnte kommen.
Los ging es um 18 Uhr auf dem Hauptbahnhof in Braunschweig. Dort traf ich mich erst mit Simon, mit dem es erst einmal zum Burger King ging. Nahrungsaufnahme. Währenddessen bekamen wir beide Anrufe von den anderen Leuten, die mitkommen wollten, da diese ihre Bahnen verpasst hatten. Also mussten wir zu zweit fahren. Noch schnell Bier und Schokolade im Bahnhofskiosk besorgt und rein in die Bahn. Die Fahrt nach Wolfsburg dauert nur vierundzwanzig Minuten. Das Bier geöffnet, ein wenig geplaudert, und dementsprechend schnell ging alles vorbei. Kurz vor 19 Uhr erreichten wir dann den Hauptbahnhof in Wolfsburg, wo Michael dann schon auf uns wartete. Das phaeno befindet sich nur zwei Gehminuten vom Bahnhof entfernt – dadurch waren wir natürlich viel zu früh am Veranstaltungsort. Direkt als wir ankamen sahen wir schon den Keyboarder der Sterne, Richard von der Schulenburg. Wow, ein Star.
Unsere Wartezeit wurde verkürzt als wir in einen umgebauten Wohnwagen, das angeblich zweitkleinste Planetarium der Welt, eingeladen wurden. Dort erhielten wir eine Einführung in die wolfsburgische Astronomie und lernten alle wichtigen Sternenbilder kennen. Hier wurde uns auch das kleinste Planetarium der Welt gezeigt. Echt ziemlich klein. Im Anschluss daran gingen wir einen Raum weiter (!), in einen dunklen Raum mit Kuppel auf dem die vorher gezeigten Sternenbilder projiziert wurden. Im Hintergrund lief dann ein Interview einer österreichischen Radioredakteurin mit Wolfsburgern, die die Sternzeichen erklärten. Wie erwartet sollte das ein ziemlich seltsamer Abend werden. Denn auch die Konzertlocation selber war etwas eigenartig. Das phaeno zu Wolfsburg ist eigentlich eine Ausstellungsplattform für wissenschaftliche Projekte – und hier sollten die Sterne auftreten? Okay, bitte…
Nach einem kurzen Plausch mit Richard von der Schulenburg, der mir leider versicherte, dass kein Nüchtern gespielt würde, aber dafür einige neue Songs, begaben wir uns ins phaeno. Mittlerweile waren wir auch vollzählig. Daniel samt Freundin, Kathi und Laura sind dann eine Stunde nach uns mit der Bahn gekommen. Lux, der mit dem Auto kommen wollte… kam nicht.
Im phaeno spielte bereits die Vorband The Up to the Sky, die ordentlichen Garagenrock der 60er Jahre hingelegt haben. Ein echt guter Einstieg in den Konzertabend. Bühne war der sogenannte Krater im phaeno, der eine unglaublich gute Akustik bot.
Gegen 21 Uhr kamen dann endlich die Sterne auf die „Bühne“, die eigentlich gar keine war. Natürlich haben wir uns direkt in die erste Reihe gestellt um alles mitzubekommen. Micha meinte, dass es ihm vorkäme wie in einem Wohnzimmer und so war es auch! Unglaublich heimisch war es dort – eine wunderbare Idee vom Veranstalter.
Los ging es mit In diesem Sinn, dem ersten Sterne-Song, den ich jemals gehört hab. Die Stimmung war von Anfang an sehr schön und man verlor sich schnell in der Musik. Nachdem Songs wie Universal Tellerwäscher, Alles sein Gutes, Was hat dich bloß so ruiniert?, Trrrrmer, Inseln (bei dem Das Publikum auf die ‚Bühne‘ gebeten wurde, dem jedoch leider niemand nachkam), Fickt das System, Räuber und Gedärm, Die Interessanten, Aber andererseits, Was ist hier los? (bei dem Frank Spilker das Solo im Publikum spielte), Das bisschen besser und Hängen hart zum Besten gegeben wurde, spielten die Sterne insgesamt drei neue Songs – allesamt ohne Gitarre. Trotzdem war der erste Eindruck ein sehr guter und man darf auf das neue Album gespannt sein, das hoffentlich noch in diesem Jahr erscheint.
Als Zugabe gab es dann noch eine Gitarrenversion von Wenn dir St. Pauli auf den Geist fällt und schon war der ganze Zauber vorbei.
Da es mittlerweile kurz vor elf Uhr war und der letzte Bus um 23:05 Uhr fuhr begaben wir uns auf den Weg nach draußen und verabschiedeten uns von Michael, der mit dem Auto nach Sülfeld zurück fuhr. Nach fünfzigminütiger Fahrt war man dann wieder in Braunschweig und es wurde sich von allen verabschiedet.
Ein sehr schöner Abend mit vielen interessanten Eindrücken ging damit zu Ende.
Ein großes Dankeschön an:
Simon
Daniel
Carolin
Kathi
Laura
Michael.
von jimmytheexploder um # 19:13 in | Kommentieren | TrackBack (0) | versenden
Sonntag, 15.02.2009
London.
Reisebericht London
Freitag, 6. Februar 2009 bis Montag, 9. Februar 2009.
Freitag
Nach ziemlich genau zwei Jahren sollte es nun endlich wieder so weit sein – ich fahre nach London! Diesmal jedoch nicht allein, sondern mit zwei meiner Freunde aus Burg: Richard und Alex. Da die beiden schon am Mittwoch geflogen sind musst ich nun alleine nachkommen und mich mit ihnen in London treffen. Das nenn‘ ich mal weltstädtisch.
Eigentlich solle der Wecker 5:45 Uhr klingeln, doch irgendwie war es mir nicht möglich länger als bis drei Uhr nachts zu schlafen. Also hatte ich genügend Zeit um mich vorzubereiten und sogar zu frühstücken. Um 6:39 Uhr ging die Straßenbahn in Richtung Braunschweiger Hauptbahnhof. Wann war ich das letzte Mal so früh wach gewesen?! Muss ewig her sein. Ständiger Begleiter auf der Hinreise war meine Videokamera mit der eigentlich ein Videobericht entstehen sollte, ich aber glatt vergessen hatte, dass in UK ja andere Steckdosen vorherrschen. Somit ist nur ein Video vom ersten Tag entstanden…
Am Hauptbahnhof angekommen hieß es erst einmal eine Weile warten. Zum Glück war es nur arschkalt. Nach gefühlten vier Stunden rollte dann der RE in Richtung Hannover ein. Entgegen der Erwartung bekam ich sogar einen Sitzplatz und konnte ein paar Zeilen Heinz Strunk gönnen. Doch bald überkam mich dann die Müdigkeit und ich wechselte dann doch über zum Musik hören.
Nach nur fünfundvierzig Minuten war man in Hannover angekommen und musste nur fünfzehn Minuten auf den Anschlusszug nach Bremen warten. Die Fahrt dorthin ging auch schnell vorüber, da ich eigentlich nur am rumdösen war. Als dann die Sonne endlich aufging und einem so wunderbar ins Gesicht schien war wieder alles in Ordnung. Nach den Schneemeldungen aus London hatte man gar nicht mehr so wirkliche Lust direkt ins Chaos hinein zu fliegen, aber es war halt London. Da interessierte das Wetter nicht.
Vom Bremer Hauptbahnhof bis zum Flughafen fuhr man nur elf Minuten, echt zentral gelegen. Schnell die Boarding-Tickets besorgt, die letzten Flüssigkeiten über 100ml vernichtet und dann in den Check-In-Bereich. Leider war ich viel zu früh dort und musste noch über zwei Stunden warten. Dem hinzu kam noch, dass die Maschine später startete, da in London-Stansted wohl eine ewige Warteschleife war und der Flieger deshalb mit einer halben Stunde Verspätung abhob.
Endlich wieder fliegen. Da mein Kindheitstraum ja Pilot zu werden war, bedeutet fliegen und in einem Flugzeug sitzen immer etwas Besonderes für mich. Jede Handlung des Piloten wird nachvollzogen und analysiert. Wann fährt er die Landeklappen aus? Wo testet er noch einmal die Schubumkehr? Startet er direkt durch sobald er auf der Startbahn ist oder bleibt er noch einmal stehen? Von welcher Startbahn wird überhaupt gestartet? Fliegen – ein Phänomen für mich.
Der Flug dauert von Bremen nach Stansted nur eine Stunde und zehn Minuten – weniger als die Dauer der Bahn von Braunschweig nach Magdeburg. Meine Güte, ging das schnell. Kaum auf Reiseflughöhe wurde schon wieder zum Landeanflug angesetzt. Über der Insel hing eine tiefe Wolkendecke und erst fünfzig Meter vor dem Aufsetzen sah man wieder Boden. Wie erwartet war das Wetter in GB nicht gerade berauschend, aber das interessierte jetzt auch nicht mehr. Ab durch die Passport-Kontrolle und hinaus auf den Busparkplatz.
Jetzt kamen die alten Erinnerungen hoch von meiner Englandreise, die ich zwei Jahre zuvor unternommen hatte. Alles wurde wieder aufgefrischt. Nach kurzer Wartezeit fuhr ich dann im Terravision-Bus, dessen Ticket ich im Flugzeug schon von der gutaussehenden Stewardess (wo kriegen die Airlines die nur alle her?) gekauft hatte, gen London. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich mehr spanisch als englisch gehört, da der ganze Bus mit Spaniern besetzt war. Die Fahrt zur Victoria-Station sollte etwas über eine Stunde dauern. Die Playlist auf meinem iPod dauerte ebenso lange und man wusste genau wann man ankommen würde. Der Bus drehte dann auch gleich noch eine Runde an den Sehenswürdigkeiten Londons vorbei: Tower, Tower-Bridge, House of Parliaments, Westminster-Abbey usw.
In der Victoria-Station sollte nun auch das Treffen mit Richard und Ele stattfinden und nach einigen Verständigungsschwierigkeiten am Telefon begegnete man sich in der großen Wartehalle und gab sich erst einmal Umarmungen und lachte darüber wie grotesk es eigentlich ist, sich in London zu treffen, da man sich schon in der Heimat so selten über den Weg läuft.
Jetzt war es an der Zeit ein Tube-Ticket zu ziehen und zum Hostel zu fahren. Mittlerweile war es nach deutscher Zeit 15 Uhr und ich brauchte unbedingt eine Pause. Mit der Underground-Bahn fuhren wir dann bis Willesden Green, ebenso Name unseres Stadtteils. Da die Rezeption erst wieder ab 18 Uhr besetzt sein würde, beschlossen wir erst einmal etwas zu essen im Sainsbury’s zu besorgen… meine erste Mahlzeit seit den Cornflakes um 6 Uhr morgens. Nun noch ein Fußmarsch von einer Meile und wir waren im Hostel. Von außen hui, von innen pfui, könnte man sagen. Das Zimmer der ‚Dudes‘ war belegt von einem Mädchen aus Hong Kong, die sich mit einem Kerl aus Italien in London verabredet hatte – wohl eine Internetbekanntschaft. Immer diese Globalisierungsopfer. Endlich konnte ich auch wieder meine Spiegelreflexkamera benutzen, da Richard sie freundlicherweise für mich mitgenommen hat. Auf den Vorschlag der beiden gingen wir die Willesden High Road wieder in Richtung Stadtzentrum hinauf um ein paar einschlägige Fotos in den unzähligen ‚Launderettes‘ zu schießen. Extrem vintage sehen die aus – ebenso wie die Ergebnisse. Mittlerweile war es auch schon 19 Uhr durch und ich besorgte mir erst einmal meinen Zimmerschlüssel um mein Gepäck zu verstauen. Mein (erstes) Zimmer durfte ich mir mit einem extrem freundlichen Polen, Jakob aus Danzig, teilen. Dieser war als Alpinist für ein paar Wochen nach London zum Arbeiten gekommen und studiert eigentlich in der Universität in Danzig.
Daraufhin wurden die Pläne für den ersten Abend geschmiedet. Mein Vorschlag, das Koko in Camden Town, wurde sofort angenommen. Ich hatte bereits Fotos von der Location gesehen und wollte sie unbedingt von innen sehen, außerdem war NME-Party und die versprach gute Musik. Da Ele und Richard auch über ein Busticket verfügten (ich eigentlich auch, aber das hat sich erst im Laufe der Zeit herausgestellt) sind die beiden wieder zu Sainsbury’s gefahren, um Alkohol und noch ein bisschen Essen für den nächsten Morgen zu besorgen. Ich ruhte mich noch ein paar Minuten aus, mittlerweile war ich ja 17 Stunden unterwegs. Als die Dudes zurückkamen gab es leckeren sizilianischen süßen Wein und man fühlte sich fast wie zu Hause. Jetzt ging erst einmal daran so viel Zigaretten und Wein zu verbrauchen wie nur möglich. Das ganze Gelage zog sich dann doch bis 23 Uhr hin und nun hieß es Beeilung, da wir nicht unbedingt lange anstehen wollten. Zu Fuß gingen wir wieder die High Road hinauf, fuhren mit der Tube bis Mornington Crescent und schon stand man direkt gegenüber des Kokos. Die gut angezogenen Menschen in der Bahn ließen erahnen, was einen erwartet. Nach nur kurzem Anstehen und den sieben (!) Pfund Eintritt plus 2 (!) Pfund Gebühr für die Garderobe stand man in der wohl eindrucksvollsten Venue, die man sich vorstellen kann. Alles komplett in schwarz und rot gehalten mit entsprechender roter Beleuchtung. Irgendwie schon edel – und wieder ein Indiz dafür wie viel Stil die Londoner haben aus so einem alten viktorianischen Theater einen Indie-Schuppen zu basteln. Bereits von draußen war die gute Musik zu hören und drinnen sah man, dass sogar eine Band noch spielen würde. Special Guest war an diesem Abend Tommy Sparks. Der begann dann sein halbstündiges Set kurz nach unserer Ankunft mit eingängigen Indiepop-Songs. Trotzdem war man froh, dass es vorbei war. Erst einmal ein Bier für 4(!) Pfund besorgt und auf die Tanzfläche gestürmt. Zum Tanzen hatte aber irgendwie niemand Bock. Also nur lässiges Rumstehen und alles auf sich wirken lassen. Die Zeit verging recht schnell und um 3 Uhr (24 Stunden war ich nun schon wach!) überkam alle die Müdigkeit und wir traten unseren Heimweg an ohne zu ahnen was uns bevorstehen würde….
Ohne Plan zu welcher Bushaltestelle, geschweige denn welchen Bus, wir mussten versuchten wir einfach unser Glück, welches uns aber an diesem Abend nicht sehr gut gesonnen war. Nach zwanzig-minütiger Fahrt in Richtung Norden stiegen wir an der Endhaltestelle aus und waren der Meinung, dass es eigentlich nicht weit sein würde und man einfach in Richtung Westen spazieren müsste. Nach einer Stunde verließ uns jedoch langsam die Hoffnung. Irgendwann lag auch auf einmal Schnee und Eis auf den Gehwegen und Straßen, was die Heimkehr um einiges erschwerte… Die Stimmung war dementsprechend auf dem Tiefpunkt, weil jeder nach Hause wollte und ein Streit vorprogrammiert war. Der brach dann auch wenig später aus und endete damit, dass ich den Weg zu Fuß weiter antrat und die beiden anderen mit dem Bus weiterfuhren. Schließlich hatte ich immer noch keine Idee davon, dass mein Tubeticket auch für die Busse gilt. Nach weiteren geschätzten eineinhalb Stunden, vorbei an schwarzen Straßengangs, mit ihren Autos protzenden Jungreichen und einigen Polizeifahrzeugkolonnen, war das Hostel endlich in Sicht. Halb fünf Uhr morgens war es mittlerweile – 26,5 Stunden wach.
Samstag.
Mein Schlaf war dementsprechend gut und da Jakob glücklicherweise nicht früh aufstehen musste um zu arbeiten konnten wir ausschlafen. Ungewohnterweise reichte mein Schlaf bis 13 Uhr aus um wieder voll auf dem Dampfer zu sein. Frühstück im Food Land gegenüber unserer Bleibe besorgt, geduscht, und schon waren die Strapazen des Vorabends vergessen. Für heute war angesetzt mich einzukleiden. Dazu fuhren wir mit der Tube zum Oxford Circus, denn dort befindet sich mein Hauptziel: Topman. Auf Anhieb war mir klar, dass ich dort mein neues favourite Kleidungsstück finden werde – was ich auch tat. Ein rotkartiertes Hemd vereinte meine beiden Lieblingsgeschmäcker: Kariert und rot. Bedient wurde ich auch noch von der hübschesten Engländerin, die ich seither kannte. Charlotte.
Nach dem Topshop gleich 100 Meter weiter in den ‚Urban Outfitters‘, in dem dann aber die Preise doch etwas über meinem Budget lagen. Direkt im Laden nebenan, dem ‚Office‘, wollten Richard und ich endlich die langersehnten Plimsols kaufen. Die rothaarige Bedienung, die allen drei von uns große Augen machen ließ, besorgte alles was wir brauchten und schon gingen wir mit neuen Tretern zufrieden zurück auf die mittlerweile erdunkelte Oxfordstreet um endlich mal Mittag zu essen. Die Wahl viel auf das direkt gegenüber liegende McDonald’s. Warum gibt es diese Läden auch überall. Zu meinem Erstaunen schmeckte jedoch alles ganz anders als in Deutschland! Und Mayonnaise finden die Engländer wohl nicht so geil. Ich kann aber behaupten, dass der Hamburger Royal (der hier Quarterpounder heißt) der beste war, den ich jemals bei Mäcces verspeist habe. Sogar die Frites schmeckten dort besser. Vorfreude auf das bevorstehende Auslandssemester in York wurde größer.
Unser nächstes Ziel sollte die Berkeley Street in Soho sein. Den Tipp hatte mir Sven Supernova gegeben, seines Zeichens DJ im Merz Braunschweig. In dieser Straße befanden sich alle guten Plattenläden Londons und hier haben auch Oasis das Coverfoto zu ‚What’s the Story (Morning Glory)?‘ geschossen. ‚Sister Ray‘ war die erste Station. Hier hatte auch Nick Hornby die Idee zu ‚High Fidelity‘. Ein echt genialer Ort. Jeder Musikliebhaber findet hier sein Paradies. Nach zwei weiteren Plattenläden machten wir einen kleinen Abstecher durch Soho, das einen schnell an St. Pauli erinnerte. Da jedoch alle ziemlich erschöpft waren beschlossen wir erst einmal wieder ins Hostel zu fahren. Als wir dort angekommen sind wurde ich vom Hostelbesitzer gefragt, ob ich das Zimmer wechseln könnte, da drei Typen gerne in ein Zimmer ziehen würde. Kein Problem. Leider musste ich dadurch Jakob verlassen, mit dem es sich echt gut zusammen wohnen ließ, und zog in ein drei-Bett-Zimmer direkt eine Tür weiter. Das neue Zimmer war von einer Japanerin und einem Bolivianer besucht. Die Japanerin, Asuka, war zu Recherchezwecken nach London gekommen um ihre Dissertation über Indien zur Zeit der britischen Herrschaft im 19. Jahrhundert zu schreiben. Dementsprechend war ihr gesamter Bereich voll von Kopien aus Geschichtsbüchern, teilweise in Sanskrit und wie sie mir erklärte in den grundverschiedensten indischen Dialekten, die sogar in manchen Schriften sich abwechseln von Satz zu Satz. Mit Asuka hatte ich auch noch am gleichen Abend eine extrem interessante Unterhaltung über die Gegensätze und Gemeinsamkeiten und Stereotypen von Japan und Deutschland. Unglaublich, dass sie nicht Takeshi’s Castle oder Golden Boy kannte! Außerdem sprach man über die Weltwirtschaftskrise und sonstige Themen wie Essen oder das Wissen über das jeweilige andere Land. Der Bolivianer, dessen Namen ich auch nicht verstanden hatte, war irgendein Vertreter auf eine Messe in London. Ich habe ihn dementsprechend erst am Sonntagabend kennenlernen dürfen und nur kurz mit ihm geredet. Er schien jedoch auch ziemlich korrekt zu sein, im Gegensatz zu den teilweise anderen Bewohnern des Hostels. Von okayen Slowaken bis hin zu kiffenden Engländern, einem total gechillten Jamaikaner, gut kochenden Italienern, Zwiebel-wie-Apfel-essenden Persern und extrem heißen Skandinavierinnen war alles dort vertreten. So macht doch Reisen Spaß!
Ziel an diesem Abend sollte der Dirty Water Club in nördlichen Camden Town sein, nach Richards Indie-Guide ein ziemlich guter Schuppen für Punk’n’roll’n’Garage-Rock. Klingt doch gut. Also ging es auf nach Camden Town. Vorbei an den sich bereits schließenden Style-Accessoire-Läden und am Barfly gingen wir die Camden High Road immer weiter in Richtung Norden. Nach einigen hundert Metern und keinem Club in Sicht beschlossen wir, um so ein Desaster wir am Vorabend zu vermeiden, mit dem Bus zurück ins Zentrum von Camden zu fahren und den Abend frühzeitig zu beenden. Trotzdem waren wir erst gegen zwei Uhr im Hostel und hatten etwas mehr Zeit zum Schlafen, da wir relativ früh am nächsten Morgen einen Sightseeing-Trip starten wollten.
Sonntag.
Nach dem Aufstehen wurden erst einmal Postkarten geschrieben und zum Postoffice gebracht. Ohne irgendeine Gewissheit ob die Karten jemals bis nach Deutschland gelangen, da die Briefmarken lediglich auf erste und zweite Klasse unterteilt war, warf ich sie in den Briefkasten. Gegen Mittag waren alle fertig und wir beschloss von der Hyde Park Corner aus die wichtigsten Sehenswürdigkeiten zu besuchen – ganz tourielike. Gesagt, getan. Mit der Tube zur Hyde Park Corner-Station. Richard und Ele haben dann erst einmal einen Hyde Park-Hot Dog gefrühstückt und weiter ging es eine kleine Runde durch den südlichen Hyde Park zu ziehen. Anschließend hab ich die wohl beste heiße Schokolade in meinem Leben getrunken. Von innen gewärmt, von außen mit strahlendem Sonnenschein belohnt ging es am Wellington Arch vorbei in Richtung Buckingham Palace. Zu unserer Verwunderung war sogar der Union Jack gehisst – die Queen war wohl zu Hause. Gewunken hat sie leider nicht. Da uns das Ganze dann doch ZU tourie war sind wir weiter durch den St. James-Park, der von Stadttauben übervölkert war. Auch Eichhörnchen kreuzten unseren Weg, zu unserer Begeisterung. Jetzt liefen wir weiter nach Süden, durch Westminster und bestaunten das House of Parliaments, den Big Ben und Westminster Abbey. An der Themse angekommen überquerten wir diese auch um am London Eye vorbeizugehen, da ich bei meinem letzten London-Aufenthalt die andere Seite der Themse entlanglief. Die Promenade war ebenso voller Touristen, was aber nicht weiter störte. Am gigantischen London Eye vorbei war das Themse-Ufer von Künstlern besiedelt, von Boardwalk-Zeichnern bis Charlie-Chaplin-Imitatoren und Baikal-Musikern. Am Tate Modern angekommen beschlossen wir hineinzugehen um uns ein wenig moderne Kunst zu geben. Trotz zahlreicher bedeutender Künstler wie Picasso, Manet und Monet hat uns das Museum nicht wirklich geflasht und wir verließen das Tate Modern wieder und überquerten die Themse erneut über die Millenium Bridge. Vor uns lag nun St. Paul’s Cathedral, unser letzter Punkt auf der Reise. Schließlich wollten wir noch nach Camden Town um ein bisschen Krempel zu besorgen. Leider war das Wetter jetzt ganz und gar nicht mehr gut und es nieselte sogar ein wenig kurz nach Sonnenuntergang. Ein kurzer Abstecher in die Oxfordstreet gönnten wir uns noch einmal, da Alex unbedingt noch ein Buch kaufen wollte, dass er am Tag zuvor im Urban Outfitters in den Händen gehalten hatte. Richard und ich haben dann auch noch ein günstiges und witziges Buch über das Leben in Wohngemeinschaften gekauft. Weiter nach Camden Town. Da in Camden sich die Läden nicht sonderlich unterscheiden brauchten wir dort auch nicht lange. Kurz über den Camden Market, in mehrere kleine Läden und wieder einige Pfunde mehr los. Alle waren jetzt so gut wie pleite, also ging dementsprechend auch nicht mehr viel. Gegen 20 Uhr sind wir zurück zum Hostel gefahren und ich verbrachte den Rest des Abends mit Schmökern im neuerworbenen Buch und packte bereits meine Sachen zusammen, da ja die Abreise am frühen Morgen schon bevorstand. Relativ früh ging das Licht aus.
Montag.
Dafür ging jedoch das Licht am nächsten Morgen noch früher wieder an. Bereits halb sieben hatte mein Wecker geklingelt und ich stahl mich so leise wie möglich aus dem Zimmer um die beiden Mitbewohner nicht zu stören. Inspiriert vom Buch habe ich den beiden auch gleich noch eine Zettel-Botschaft da gelassen mit dem Inhalt: „It was nice to meet you. Martin.“ Da die Dudes mit einem anderen Busunternehmen fuhren und mir eine viel zu frühe Abfahrtszeit des Busses aufgeschrieben wurde musste ich alleine bis zum Flughafen fahren. Der Gang zur einer Meile entfernten Willesden Green Station machte mich wenigstens ein bisschen munter. Die letzten 3 Pfund sind für das Tube-Ticket draufgegangen – 8 Pence blieben mir noch. Finanziell astrein geplant würde ich behaupten. Ich fuhr bis zur Victoria Coach Station und hatte gerade einen Bus zum Flughafen in Stansted verpasst, da nicht der Schriftzug des Busunternehmens darauf zu finden war und ich beim ersten Mal direkt dran vorbeigerannt bin. Nun ja. Eine halbe Stunde später ging dann der Bus und ich war trotz Verpassens recht früh am Flughafen. Das versprach wenigstens einen guten Platz im Flieger. Durch die nervtötenden Sicherheitskontrollen direkt in den Boarding-Bereich und noch ein wenig gelesen und die bevorstehende Englisch-Klausur gelernt. Da es wohl einige Probleme mit dem übermäßigen Gepäck gab kamen Richard und Alex erst kurz nach Boarding-Zeit. Ich war direkt der dritte in der Schlange und hatte deshalb freie Platzwahl im Flugzeug. Natürlich gab ich mir einen Fensterplatz und die beiden anderen setzten sich zu mir. Glücklicherweise hatte meine Kamera nicht ins Gepäck gepasst und ich konnte ein paar Fotos aus dem Flugzeug schießen.
Der Flug dauerte wieder einmal gefühlte fünf Minuten und blitzschnell war man in Bremen. Eins muss man Ryanair ja lassen – unkomplizierte Abwicklung schreiben die groß. Drum hatten wir auch schnell das Gepäck. Mit der Tram ab zum Bremer Hauptbahnhof. Dort habe ich dann um zwei Minuten meine Bahn verpasst, aber hatte so die Möglichkeit noch etwas am Bahnhof zu essen, meine erste Mahlzeit des Tages und schließlich war es schon 15 Uhr. Richard und Ele haben dann beschlossen mit dem IC zu fahren, da kaum mehr Kosten als mit der RB entstanden. Noch schnell Schweppes Ginger Ale besorgt und die beiden zum Bahnsteig gebracht, da ihre Bahn sieben Minuten vor meiner fuhr. Auf der Rückreise, die über die gleichen Stationen wie die Hinreise führte, konnte ich dann noch ein wenig lesen und Musik hören. Gegen 19 Uhr war ich dann wieder in Braunschweig und ziemlich platt.
Ein nervenaufreibender, aber allemal lohnender Trip in einer der schönsten Städte Europa’s ging damit zu Ende. Jedoch war es erstens nicht das letzte Mal England, denn mir steht ja noch das Auslandssemester ab Oktober bevor, und schon gar nicht die letzte Reise im Jahre 2009. Das Jahr ist so kurz und schon so viel erlebt. Mein Vorsatz scheint aufzugehen!
Danke Richard, Alex und alle Menschen, die ich kennenlernen durfte und die mir auf meiner Reise geholfen haben, ob finanziell (Eltern!), moralisch oder mit guten Tips und Ratschlägen.
von jimmytheexploder um # 20:37 in | Kommentieren | TrackBack (0) | versenden
Samstag, 17.01.2009
Oasis in Hamburg.
Oasis am 16. Januar 2009 in Hamburg
Es ist die Band, die man einmal im Leben sehen musste: Oasis. Am 16. Januar 2009 sollte es also soweit sein. Micha, Anne und ich machten uns deshalb auf den Weg nach Hamburg in die Alsterdorfer Sporthalle.
Los ging es am frühen Nachmittag, nachdem am Abend zuvor noch kräftig getrunken und getanzt wurde im Merz. Übelgelaunt und total gerädert fuhren wir zum Braunschweiger Hauptbahnhof um noch schnell Essen zu fassen und Lesestoff für die Fahrt zu kaufen. Die zweistündige Fahrt nach Uelzen erwies sich nicht gerade als sehr spannend, aber trotzdem steigerte sich die Spannung und Laune ins Unermessliche. In Uelzen umgestiegen war es dann noch eine Stunde von der Hansestadt entfernt.
Endlich. Hamburg. Meine allerliebste Stadt überhaupt. Eine Stadt in der man immer mit offenen Armen empfangen wird und sich die schrillsten Menschen herumtreiben. Mittlerweile war es 18 Uhr und nur noch eine halbe Stunde bis Einlass. Schnell mit der U-Bahn zum Lattenkamp gefahren, zehn Minuten Fußweg, und dann war sie vor uns – eine einfache Sporthalle mit unglaublich vielen gutaussehenden Menschen davor. Sehr viele Briten, Schweden und Deutsche aus allen Himmelsrichtungen kamen hier zusammen. Auf dem Parkplatz vor der Halle trafen wir dann auch Sophie, Sina und Markus, die es vorgezogen hatten mit dem Auto anzureisen.
Nun ging es also hinein. Der Sicherheitscheck ging schnell und so musste man die eisige Kälte draußen nicht lange ertragen. Drinnen waren dann noch mehr hübsche, gutangezogene Menschen, die Stimmung erreichte ihren Höhepunkt. Nun hieß es erst einmal mit einem gekühlten Bierchen wieder runterzukommen. Madeline und Josie waren dann auch noch anzutreffen und man begrüßte sich herzlich. Jetzt war nur noch warten angesagt.
20 Uhr sollte es losgehen … und das tat es auch. Twisted Wheel, die Vorband, begannen ihr Programm, aber langweilten die Masse schon nach den ersten zwei Minuten. Puh. Zum Glück nur dreißig Minuten gespielt. Schnelles Umbauen auf der Bühne – jetzt erkannte man wie nah man stehen würde.
Punkt 21 Uhr ging das Licht aus. Jetzt wurde Fucking in the bushes eingespielt, seit 2000 der Song mit dem Oasis immer die Bühne betreten. Los ging es dann mit Rock’n’roll star, ganz so als wäre man wieder im Jahr 1994 angekommen. Die Masse verengte sich auf ein Minimum und die Temperatur stieg um gefühlte 20°C. Doch das ist es ja was Konzerte ausmacht. Nach Lyla kam dann schon mein erstes Highlight: The Shock of the Lightning, der beste Song des aktuellen Albums. Nach Cigarettes & Alcohol wurde es endlich ruhig im Zuschauerbereich und man hatte wenigstens wieder ein kleines bisschen Luft zum Atmen und man konnte sich und seine Freunde zusammensuchen. Mit To be where there’s life stand dann auch Micha’s Highlight ins Haus. Mit nur wenigen Ansagen der Gallagherbrüder, wie eigentlich gewohnt, ging es weiter mit neuen und alten Songs. Jedoch wurde der Keyboarder vorgestellt und als Gandalf aus Herr der Ringe angepriesen. Dieser Liam ist schon eine echte Witzkanone. The Masterplan war meiner Meinung grandios und bescherte mir einen Ohrwurm für den gesamten restlichen Abend. Nach Songbird kam dann DER Oasis-Song schlechthin für mich: Slide Away. Mit der Ansage „This is for all the girls“ fühlte ich mich dann auch in der richtigen Stimmung für den Song. Später dann folgte auch The Importance of Being Idle, Song Nummer drei auf meiner Wunschliste an diesem Abend. Auch das darauffolgende I’m Outta time, die aktuelle Single von Oasis, war eines der schönen Momente des Konzerts. Da nun anscheinend die ruhige Phase der Setlist angebrochen war schloss sich dem dann Wonderwall an – der Song, der die Massen dann spaltete („Kommerzscheiße“ vs. „So ein toller Song“). Trotzdem wurde mitgesungen und Anne Böker auf die Schultern verfrachtet. Zum Ende des regulären Sets dann nochmal Action mit Supersonic und man musste sich dessen bewusst werden, dass das Konzert wohl nicht mehr lange gehen würde.
Zur Zugabe kam die Band ohne Liam auf die Bühne und Noel performte eine Akustik-Version von Don’t look back in anger, bei der er das Publikum den Refrain singen ließ und nun alle angestaute Euphorie von der gesamten Halle auf die Band übetragen wurde. Nach dem schönen Falling Down nun das letzte Highlight des Abends und eine der größten Balladen der Popmusik wurde angestimmt: Champagne Supernova. Ganz sentimental atmete man noch einmal tief ein und sog den ganzen Moment in sich auf um ihn für immer zu konservieren…
Das Ende war, wie wohl bei jedem Konzert seit Neunzehnhundertvierundneunzig I am the walrus von den Beatles. Das große Hallenlicht ging an und man erkannte das Grinsen in allen Gesichtern der Menschen.
Aber der Abend war noch lange nicht vorbei. Nach einem Erfrischen an der nächsten Getränkebar sollte es nun in die Stadt gehen. Mit der U-Bahn fuhren Micha und ich dann zur Sternschanze um uns erst einmal ein Hotel zu suchen, welches wir dann erst nach 2 Abweisungen mitten auf der Reeperbahn gefunden haben. Nach einem kleinen Abstecher zum Getränkeshop inklusive betrunkenem südeuropäischen Besitzer, dem Abladen der Sachen im Hotel und einem pöbelnden Puffvorsteher (zu Micha: „Geh ma‘ zum Friseur!“) war nun Feiern auf St. Pauli angesagt. Als sich die Schlange vor dem Molotow als zweistündige Warteeinheit herausstellte war das Ziel vorläufigerweise der Hörsaal mit seine 70s-Funk-Rhythm’n’Blues-Soul-Musikprogramm. Aber da die Mädchens (Ladys!) noch einen weiten Heimweg vor sich hatten hieß es bald Abschied nehmen und so waren Michael und ich auf uns alleine gestellte um aus dem halbgeilen (also zu dem Zeitpunkt schon unseres Erachtens sehr geilen) Abend einen tittenaffengeilen Abend zu machen.
Erste Station dafür war das Murphy’s, in dem ich Live-Musik vermutete und auch bekam. Natürlich durfte auch das leckere Kilkenny (Wow, nur vier € fünfzig das Glas!) nicht fehlen. Mittlerweile war es halb 3, aber von Müdigkeit keine Spur. Musik zu Ende, eingespielte Musik beschissen – neuer Club muss ran. Zum Glück war das mir bekannte King Calavera nur fünfzig Meter entfernt und somit war das unsere neues Ziel. Da es Micha dort so sehr gefiel blieben wir und versoffen unser letztes spärliches Geld mit Astrabier. Der zwei Meter riesige Ledercowboy, die Oi’s, sonstige Überflieger und die gute Musik (und Jamie Lee Curtis) ließ unsere Stimmung immer weiter steigen. Micha, der am Ende jedes Songs kaum den nächsten erwarten konnte, hatte hier wohl sein Paradies gefunden. Aber irgendwann haut es auch den Stärksten um und gegen fünf Uhr morgens ging es zum Hotel. Dort wurde der Abend nochmal durchgegangen und im Riesenplasma-TV (ca. 20cm Bildschirmdiagonale Röhrenfernseher) eine angenehme Bahnfahrt vom öffentlich-rechtlichen Kanal geschaut. Schätzungsweise gingen dann halb sechs die Lichter aus und eine unglaublich lange und erholsame Nacht (vier Stunden) stand uns bevor.
So gut wie überhaupt nicht erholt machten wir beide uns auf den Weg nach Braunschweig, frühstückten noch einmal auf der Reeperbahn und huschten in die U-Bahn zum Hauptbahnhof und fuhren die gleiche Strecke wie auf dem Hinweg zurück. Exakt 24 Stunden unterwegs, aber vieler schöner Erinnerungen und Impressionen reicher, waren wir dann endlich zu Hause. Die gute Prognose für 2009 scheint sich zu bewahrheiten.
Danke Michael,
Danke Anne,
Danke Sina,
Danke Sophie,
Danke Markus,
für diese schöne Nacht!
Setlist:
§ Rock'n'Roll Star
§ Lyla
§ The Shock Of The Lightning
§ Cigarettes & Alcohol
§ The Meaning Of Soul
§ To Be Where There's Life
§ Waiting For The Rapture
§ The Masterplan
§ Songbird
§ Slide Away
§ Morning Glory
§ Ain't Got Nothing
§ The Importance Of Being Idle
§ I'm Outta Time
§ Wonderwall
§ Supersonic
§ Don't Look Back In Anger
§ Falling Down
§ Champagne Supernova
§ I Am The Walrus
von jimmytheexploder um # 18:52 in | 2 Kommentare | TrackBack (0) | versenden
Donnerstag, 08.01.2009
Tourtagebuch
Niila am 3. Januar 2009 im Magnetclub, Berlin
Auf den Spuren von Thees Uhlmann, seines Zeichens Tomte-Frontmann und ehemals Roadie für Tocotronic, und Hilmar Bender, der wiederum Roadie für Tomte war, bin ich nun an der Reihe einen Bericht (leider kein Buch, so wie meine Vorgänger) für eine Band zu schreiben, die sich mit etwas Glück schon bald in dieser Reihe von Bands anschließen darf.
Ich sollte also Roadie, Bandphotograph und eben Berichteschreiber für die wunderbaren Musiker von Niila beim Auftritt im legendären Magnetclub in unserer Hauptstadt sein. Als ich damals von Simon gefragt wurde, ob ich denn Lust hätte, habe ich natürlich sofort eingewilligt. Schließlich sucht man nicht nur Erfahrung als Musiker auf der Bühne für seine eigene Band, sondern auch dahinter. Außerdem sollte man immer nach dem Motto handeln ‚Support your local band‘ und so stand es von vornherein fest, dass ich mich mit der Band auf den Weg nach Berlin machte.
Berlin – eigentlich eine Stadt auf die ich persönlich nicht so gut zu sprechen bin. Jedoch war ich voller Hoffnung, dass es sich nach diesem Wochenende ändern würde.
Samstag, 11 Uhr. Start war, wie es sich für einen Roadie gehört, natürlich der Proberaum von Niila und es ging sofort daran die Verstärker, Gitarren, Keyboards und anderen Krimskrams, den man so auf der Bühne braucht, einzuladen. Nach einem anschließenden kleinen Abstecher zum örtlichen Bäcker, bei dem es dann prompt auch noch Berliner zum Probieren gab, ging es mit quietschenden Reifen (so wie auf der gesamten restlichen Reise dann auch) auf zur Autobahn und in Richtung Osten. Olli Schulz begleitete unsere ersten Meter auf der Strecke zum ‚Magneten‘, hinein in die Schneelandschaften im – so schien es – noch total verschlafenen Deutschland. Auf der Reise begleiteten uns die verschiedensten Künstler, von Weezer bis Tomte und sogar die 3 Besoffskis.
14 Uhr. Mit gutem Tempo vorangekommen waren wir dann auch bald im ‚dicken B‘ um Kati vom neuen Berliner Hauptbahnhof abzuholen. Um 15 Uhr rollte dann langsam der ICE aus Leipzig ein und es ging samt Bassistin und schwerem Gepäck nun direkt zum Magnetclub. Wobei direkt hier nicht wörtlich genommen werden darf. Mit den unglaublichen Orientierungskünsten von unserem Lieutenant Dan und Kati haben wir es doch fertig gebracht zweimal durch den gleichen 1,5km langen Tunnel unter dem Hauptbahnhof zu fahren und letztendlich eine gute dreiviertel Stunde (!) für eine Strecke von 5km (!) gebraucht zu haben.
16 Uhr. Endlich am Magnetclub angekommen (und geschätzte 3km weit entfernt geparkt) durften wir direkt vom Hinterhof in den im ersten Stock gelegenen Backstage-Bereich eintreten. Der Mensch, der eben diesen gerade aufbaute, war schon etwas überrascht warum wir denn schon so ‚früh‘ dort seien. Doch ohne genaue Zeitangabe von UncleSally’s, die die Veranstalter der ganzen Aktion waren, war es auch recht schwierig einzuschätzen wann wir da sein sollten. Was wäre nur passiert, hätten wir die Strecke vom Hauptbahnhof bis zum Club in normalsterblicher Zeit geschafft? Micha, der schon früher an der Venue war, wurde direkt wieder nach Hause geschickt und kam dann kurz nach uns wieder zurück zum Club. Jedenfalls lag es nun an uns die Zeit bis zum Soundcheck zu überbrücken. Nach anfänglichem Ausruhen von den ersten Strapazen ging es bald dazu über die größten YouTube-Klassiker auf Kati’s Laptop zum Besten zu geben. Dabei gab es Ohrwürmer mit Refrains wie „What? What? In the butt!“ oder „Show me your genitals.“ Danach war man natürlich ganz hungrig … und das Buffet, auf das sich dann gestürzt wurde, ließ nicht mehr lange auf sich warten. Endlich trafen auch die anderen Bands ein und man konnte sich auf den Soundcheck vorbereiten.
20 Uhr. Nachdem die Claus Grabke Band dann auch verspätet eintraf und das Equipment aus Daniels Auto in den Club getragen wurde konnte es an den Soundcheck gehen. Der dauerte nicht einmal so lange wie die Zeilen, die ich über ihn schreibe. Der Soundtechniker, anscheinend Profi vom Fach, brauchte nur einen Ton von jedem Instrument und nach einem kurzen „Und jetzt bitte das gesamte Orchester.“ war alles eingestellt. Bereits jetzt konnte man erahnen, wie grandios der Klang der Band an diesem Abend sein würde. Danach ging es wieder backstage und man wartete darauf, dass es bald losginge. So hektisch kann Rock’n’roll sein... Im Backstageraum ging schon so einiges: da gab ein Claus Grabke ein Kamerainterview bei dem alle gerne lauschten und so ziemlich alle Bands versammelten sich backstage und das Bier floss. Die ersten Freunde tauchten dann nach Öffnen der Türen um 21 Uhr auf und man begann damit eben jene zu begrüßen. Nur anscheinend Simon bekam eine nicht ganz so nette Begrüßung von seiner Freundin Johanna, da er diese nicht auf die Gästeliste setzte und dies zu einem kleinen Krach führte, aber alles schnell geregelt wurde und dem Simon keine Prügel mehr drohte. Die Stage Time war für 22.30 Uhr vom Veranstalter angesetzt.
22 Uhr. Langsam wurden alle beteiligten aufgeregter und die letzten Vorbereitungen wurden getroffen. Man begab sich langsam nach unten in Richtung Bühne und in den dortigen, hinter der Bühne befindlichen Backstageraum, der etwa eine Größe von 2m² aufwies. Der Club war bereits gut gefüllt, ich hatte die Kamera im Anschlag und schon war es soweit.
22:30 Uhr. Simon, der als erster die Bühne betrat, stampfte gleiche fette Akkorde auf seinem Synthie-Keyboard und ihm folgte darauf Daniel, welcher mit Simon dann zusammen mit der Gitarre das Gewitter herauf beschwörte. Kati und Micha folgten und los ging es mit ‚Tracy‘, einen der beiden Titel, die Niila zusammen mit Claus Grabke in dessen Studio aufnehmen durften. Das Publikum – und natürlich ich auch selber – waren vom ersten Augenblick an begeistert davon, wie alles zusammenpasste bei dieser Band. Der Sound war phänomenal und druckvoll. Alle Menschen im Saal, inklusive der Musizierenden auf der Bühne, schienen gut aufgelegt. Mit einem einfachen „Wir sind Niila aus Braunschweig. Wir spielen I(i)rgendwas.“ ging es direkt über in ‚Irgendwas‘. Nun war auch das letzte Eis gebrochen beim Publikum. Die Fotoapparate glühten, es wurde getanzt, gelacht und die Welt da draußen vergessen. Nach großem Beifall folgten das charmante ‚Cola trinken‘ und darauf das ruhige, leicht melancholische und sich kraftvoll steigernde ‚Nachts‘. Ohne Pause ging es weiter, denn für Niila war lediglich eine halbe Stunde angesetzt, und in der Mitte des Sets spielte man nun das grandiose ‚Ein guter Grund‘, der zweite Song, der zusammen mit Claus Grabke im Studio neu aufgenommen wurde. Daraufhin sollten Niila nun einen neuen Song präsentieren, der so neu war, dass er nicht einmal einen Titel hatte. Dieser Song war jedoch der beste Beweis dafür, dass ein unglaublich guter Song keinen Namen braucht, um gut zu sein. Der ruhige Anfang des Stückes steigerte sich bald in einen kraftvollen staccato-artigen Refrain mit einem noch kräftigeren Ende. Das Konzert näherte sich nun dem Ende mit den Stücken ‚Frühling‘ und als Schlussakt ‚Alles ist neu‘. Der Ausfall der Orgel beim vorletzten Song war der einzige (unverschuldete) Fehler, den sich Niila an diesem Abend gönnten. Die Band verschwand nach den letzten Tönen wieder hinter der Bühne und das gesamte Konzert war wie ein einziger kurzer Glücksmoment, den auch die Band sicher so erlebte.
23:15 Uhr. Schnell wurde man jedoch wieder auf den Boden der Tatsachen heruntergeholt, als es daran ging die Bühne zu räumen, damit Claus Grabke nun die Meute einheizen konnte und auch noch AbuedA ihre Songs zum Besten geben durften. Eilig wurde alles in die erste Etage geschleppt um nun den Rest des Abends ruhiger angehen zu können und langsam den Herzschlag wieder zu senken. Im zweiten Raum des Magnetclubs wurde auch schon eifrig getanzt und Teile der Band ließen es sich nicht nehmen auch die Hüfte ein wenig zu bewegen. Ich wurde dann noch für kurze Zeit an den Merchandise-Stand der Band verfrachtet, aber durfte dann bald backstage die letzten Bier und das Catering genießen.
2 Uhr. Da die Band und ich dann doch sehr geschafft waren vom gesamten Tagesgeschehen hieß es nun noch einmal alle Kräfte mobilisieren um das Equipment zum Auto zu bringen. Übernachtet werden sollte bei Anna, Simons Schwester, die eine schöne Wohnung in Berlin-Friedenau für uns bereitstellte. Nach einer nächtlichen Autotour durchs verschneite Berlin (natürlich wie immer mit durchdrehenden Rädern) lotste uns Lt. Dan und das zur Belustigung anregende Navigationssystem („Bitte bleiben sie links.“ – „Äh, wie jetzt, politisch?“ „…und dann Sie haben das Ziel erreicht.“) sicher zu unserer Bleibe. Nachdem wir zweimal, da Kati ihren Koffer im Auto gelassen hatte, die gefühlte Strecke von 10km vom Auto zur Wohnung gelaufen sind, waren nun auch die letzten Energiereserven aufgebraucht und es ging gegen halb 4 ins Bett. Geschafft!
Irgendwann-am-nächsten-Morgen Uhr. Als es schließlich alle geschafft hatten sich aus dem Bett zu bewegen und Daniel und Simon bereits frische Brötchen besorgt hatten, ging es nun ans Frühstück. Auf dem Plan stand am Sonntag noch, wenn man schon mal in Berlin ist, den Flohmarkt am Mauerpark in Berlin-Mitte zu besuchen. Ich als Liebhaber alter Dinge („Ich liebe alles was alt aussieht – außer Frauen.“) bin natürlich fündig geworden und legte mir direkt eine Super-8-Kamera, einen 70er-Jahre-Sex-Pistols-Button und die original ‚London Calling‘-Single auf Vinyl zu. Zum Abschluss sind wir dann noch mit Freunden aus Berlin in ein Kaffeehaus eingekehrt, wo noch einmal zu Soljanka, aufgetauter Sahnetorte und heißer Schokolade der Samstag rekapituliert wurde.
16 Uhr. Nun hieß es Aufbruch und man verabschiedete sich von den Leuten, die nicht mit im Daniel-Mobil gen Heimat reisten.
21 Uhr. Nach einer 5(!)-stündigen Odyssee war man dann endlich in Braunschweig angekommen, da wir es ab Magdeburg vorgezogen haben dann doch eher die Landstraße zu benutzen, weil im Radio die Rede von 40km stockendem Verkehr war und sich direkt vor unseren Augen der Stau zusammenbraute. Nach einem kleinen Abstecher in Daniels Heimatdorf und Kuchenverköstigung von Papa und Mama Hirschligau stand nun nichts mehr den letzten Kilometern im Weg. Bei gelegentlichen Brückenüberfahrten über die A2 freuten wir uns des Lebens, als wir sahen, dass auf eben dieser Straße kein Auto vorankam. Jetzt war es an der Zeit für die Party-Playlist auf meinem iPod. In Braunschweig angekommen wurden die Verstärker wieder in den Proberaum gebracht und das Werk war vollendet.
Da nun auch mein Tourbericht endet möchte ich mich bei allen 4 Bandmitgliedern (und natürlich auch bei der lieben Anna!) auf diesem Wege auch noch einmal recht herzlich danken, dass sie mir diese Möglichkeit gaben und ich diese schönen Erfahrungen machen durfte. Ich bin gespannt was das Jahr 2009 für die Kapelle bringen wird. Ich hoffe großes! Beim nächsten Konzert bin ich jedenfalls dabei – egal ob vor oder hinter der Bühne.
von jimmytheexploder um # 18:55 in | Kommentieren | TrackBack (0) | versenden
Sonntag, 16.12.2007
Back to the roots.
von jimmytheexploder um # 22:34 in | Kommentieren | TrackBack (0) | versenden
Montag, 03.12.2007
How to start a new life
it was an end, a sudden end.
and i still pretend that you went
into the arms of another man.
and there's a girl i think i like.
but that's just might, cause i forgot you're alike
ma'am, my heart is yours,
and i'm so sure that i'm here for.
you.
the train leaves, back to BS
my heart's still beating unless
i know i'll never kiss your cheek
and fall in your arms when i'm weak.
There's an old man crossing the street,
on the road i meet a hundred people that need
a safe home like me , someone to be aroun'
it's just an impersonal town.
at night there's light and pride
you know that innocent is as bright white
so for me this town is a black wright
for my soul and thoughts no silent sight.
the train leaves, back to BS
my heart's still beating unless
i know i'll never kiss your cheek
and fall in your arms when i'm weak.

von jimmytheexploder um # 00:50 in | Kommentieren | TrackBack (0) | versenden
Samstag, 20.10.2007
Mad Guys
He's just one of those guys.
He is not funny or nice...
He's just one of those guys.
He's no clever or wise...
He always misses the bus.
Everything he talks is just fuzz.
He's doing everything it takes.
He's doing all wrong whatever he makes.
He's just one of those guys.
He is not funny or nice...
He's just one of those guys.
He's no clever or wise...
He always misses the train,
He's waiting for a friend in vain.
He always stumble and falls.
You laugh at him when he crawls...
He's just one of those guys.
He is not funny or nice...
He's just one of those guys.
He's no clever or wise...
We're just 3 of those guys.
We're not funny or nice...
We're just 3 of those guys.
We're not clever or wise...
von jimmytheexploder um # 22:57 in | Kommentieren | TrackBack (0) | versenden
Montag, 17.09.2007
Your dancing shoes.
checkered shoes. checkered shoes.
you wear checkered shoes.
checkered shoes. checkered shoes.
you wear checkered shoes.
darling, this is the blues
about your dancing shoes.
dancing next to you
sitting next to you.
wishing more from you.
yeah, your eyes are blue!
i like the way you move
I LIKE THE WAY YOU MOVE
darling you gotta approve
this! is the right dancing groove...
checkered shoes. checkered shoes.
you wear checkered shoes.
checkered shoes. checkered shoes.
you wear checkered shoes.
darling, this is the blues
about your dancing shoes.
getting off the ground
wave it all around
yeah it gets around
this! is the dancing sound...
singing down the blues
clapping down the blues.
sliding down the blues
hey, i love your dancing shoes!
checkered shoes. checkered shoes.
you wear checkered shoes.
checkered shoes. checkered shoes.
you wear checkered shoes.
darling, this is the blues
about your dancing shoes.
von jimmytheexploder um # 01:08 in | Kommentieren | TrackBack (0) | versenden
Dienstag, 11.09.2007
Is this it?
Everything was glad and
Everything was okay.
But then it happened
on this very strange day.
You said to me:
'We can't go on.
Something is in the way and
Something went wrong.'
Is this it?
Is this it?
There's no reason to cry.
I can not hold it back
and there's even no reason to try...
'Don't stand in the rain.'
'Go on live your dreams!'
But that is impossible
and it's harder than it seems.
Is this it?
Is this it?
There's no reason to cry.
I can not hold it back
and there's even no reason to try...
von jimmytheexploder um # 00:23 in | Kommentieren | TrackBack (0) | versenden
Donnerstag, 06.09.2007
Dandy. [incomplete]
You know, i'm dressin' up, i always do
it's hard for me to choose between a pair of shoe.
what kind of shirt to wear, if black or white?
things are getting worse when my hair doesn't fit tonight.
say what?
say yeah!
say what?
say yeah
say what?
say yeah
When i'm walking down the street
there are always people i get to meet.
it's the life i live - it's rock'n'roll,
you know i got it, deep in my breath, deep in my soul!
You know it, i'm a dandy
oh honey - you're my candy!
Yeah sugar sugar you're my candy.
von jimmytheexploder um # 02:14 in | Kommentieren | TrackBack (0) | versenden
Dresden.
Hey my friend
whatcha wanna do?
i think you leave
You make me blue.
where you wanna go?
alright, i see.
quid pro quo.
hey! 1! 2! 3!
Dresden, what do you got?
Dresden, what makes you so hot?
i got a lotta friends down there.
why dresden? can't you go anywhere?
i'm sittin all alone
in my old hometown,
considering what went wrong.
oh, i think i'm down...
Will me meet again?
dunno where and when.
but i'd be happy then!
do as best as I can.
Dresden, what do you got?
Dresden, what makes you so damn hot?
i got a lotta friends down there.
why dresden? can't you go anywhere?
I'll get over it....
I'll get over it...
I'll throw i fit!!!
I'll get over it...
the song's to admit
all my wit a bit.
I'll get over it....
I'll get over it!
von jimmytheexploder um # 02:11 in | Kommentieren | TrackBack (0) | versenden
Dienstag, 28.08.2007
[untitled]
i gotta say it to you now
i think i have to explode now
i know you'll never listen
i know you'll never listen.
i hate you but i love you
you hate me but i love you
no control of my mind when i'm near you
nothing to say when you ask me, too.
i look at you and i see it's art.
you're a masterpiece, a perfect work of art.
it seems you're million miles away from me
you're staring at me but not looking at me.
i gotta say it to you now
i think i have to explode now
i know you'll never listen
i know you'll never listen.
i say 'you're the one. i know it's you'
you say 'love is innocent', i know you do.
i say 'help me out of this, help me please!'
you say nothing, yeah, nothing...oh! reprise!
i say 'you're the one. i know it's you'
you say 'love is innocent', i know you do.
i say 'help me out of this, help me please!'
you say nothing, yeah, nothing...oh! OH!
i gotta say it to you now
i think i have to explode now
i know you'll never listen
i know you'll never listen.
von jimmytheexploder um # 17:16 in | Kommentieren | TrackBack (0) | versenden
Jump the lake
I'm gonna scream it out - loud!!!
A sort of fear in my head.
the sun's about to set.
Please take it all away,
there's nothing left to say.
We're gonna jump the lake!
There's no advantage to take ... out of it!!!
Just to show you my faith.
it's the only way...!
You better shut your eyes
to see it ain't no disguise.
A sort of fear in my head.
But i'm glad that we met!
No way we can reach the land
Even with you - hand in hand!
A sort of fear in my head.
But i'm glad that we met!
von jimmytheexploder um # 17:15 in | Kommentieren | TrackBack (0) | versenden
Sonntag, 24.06.2007
Eine Fabel. Von der Liebe.
Die Liebe
Eines Tages entschloss sich der Wahnsinn seine Freunde zu einer Party einzuladen. Als sie dann alle beisammen waren schlug die Lust vor Verstecken zu spielen. Verstecken? Was ist das?" fragte die Unwissenheit. "Verstecken das Ist ein Spiel, einer zählt bis 100, der Rest versteckt sich und wird dann gesucht" erklärte die Schlauheit.
Alle willigten ein bis auf die Furcht und die Faulheit. Der Wahnsinn war wahnsinnig begeistert und erklärte sich bereit zu zählen. Das Durcheinander begann, denn jeder lief durch den Garten auf der Suche nach einem guten Versteck. Die Sicherheit lief ins Nachbarshaus auf den Estrich, man weiß ja nie. Die Sorglosigkeit wählte das Erdbeerbeet. Die Traurigkeit weinte einfach so drauf los. Die Verzweiflung auch, denn sie wusste nicht ob es besser war sich hinter oder vor der Mauer zu verstecken."...98,99,100!" Zählte der Wahnsinn. "Ich komme euch jetzt suchen!"
Die erste, die gefunden wurde war die Neugier, denn sie wollte wissen, wer als erster geschnappt wird und lehnte sich zu weit heraus aus ihrem Versteck. Auch die Freude wurde schnell gefunden denn man konnte ihr Kichern nicht überhören. Mit der Zeit fand der Wahnsinn all seine Freunde und selbst die Sicherheit war wieder da. Doch dann fragte die Skepsis: "Wo ist denn die Liebe?" Alle zuckten mit der Schulter, denn keiner hatte sie gesehen. Also gingen sie suchen. Sie schauten unter Steinen, hinterm Regenbogen und auf Bäumen. Der Wahnsinn suchte in einem dornigen Gebüsch mit Hilfe eines Stöckchens.
Und plötzlich gab es einen Schrei! Es war die Liebe. Der Wahnsinn hatte ihr aus versehen das Augenlicht geraubt. Er bat um Vergebung, flehte um Verzeihung und bot der Liebe an sie für immer zu begleiten und ihre Sehkraft zu werden. Die Liebe akzeptierte diese Entschuldigung natürlich.
Seit dem ist die Liebe blind ...und wird vom Wahnsinn begleitet....
von jimmytheexploder um # 15:01 in | Kommentieren | TrackBack (0) | versenden
Sonntag, 10.06.2007
Es hat an Akualität nicht verloren...
Was tut man, wenn man nicht weiter weiß?
Was tut man, wenn man keine Kraft mehr hat?
Immer mehr scheint alles in, an und um mich herum zu zerbrechen. Gefühle, Ideale, Freundschaften. Die Welt scheint gegen mich. Oder ich gegen die Welt?
Was soll man tun, wenn man an viele Menschen denkt, die so weit entfernt und niemals erreichbar scheinen? Soll man sie vergessen, oder es versuchen bis man wohlmöglich daran zerbricht?
Fragen, die mich zerdrücken.
Ich lebe in den Tag hinein; ich kann keine klaren Gedanken fassen, weil mir die Kraft fehlt; ich habe jeglichen Genuss verloren: Genuss am Essen, Genuss an der Musik, sogar Genuss des Lebens...
von jimmytheexploder um # 12:24 in | Kommentieren | TrackBack (0) | versenden
Mittwoch, 25.04.2007
Memoire.
Es war Winter. Es war ein Freitag. Und es regnete.
Jemand rief ihn, es war sein damals bester Freund. Vor dem Eingangstor des Stadtparks wartete er, bei ihm 2 Mädchen. Er ging auf die Gruppe zu und wurde den Mädchen vorgestellt. Eine von beiden kannte er, sie war eine Freundin seines besten Freundes. Das andere Mädchen war ihm unbekannt. Er gab ihr die Hand, aber er beachtete sie während des Gesprächs kaum. Er hatte sie niemals vorher gesehen - sie behauptete später, dass sie ihn im Vorbeigehen einmal getroffen hätte. Er sah ihr in die Augen. Etwas geschah mit ihm. Er ignorierte es zu Beginn.
Da die beiden Mädchen nun weg mussten, zu einer Beerdigung nämlich, beschloss er zurück zu seinen Freunden zu gehen. Doch schon bald später wurde er wieder gerufen, zur gleichen Stelle. Wieder waren sie alle 3 dort. Sie fragten, ob sie den Abend bei der Gruppe von Freunden verbringen durften. Natürlich durften sie.
Nun sah er sie an. Sie war wunderschön. So etwas hatte er vorher noch nie gesehen. Nun versuchte er etwas über sie herauszufinden. 12 Jahre alt ist sie gerade erst geworden. Er war schon 15 und würde bald 16 werden. Sie liebt Sport und spielt Handball. Das fand er klasse ? war er doch auch noch bis vor kurzem Handballspieler. Eigentlich war es total banal ? Handball ? aber es faszinierte ihn.
Der Abend ging voran, der Alkohol floss. Ihre Stimmung stieg immer weiter, es erfreute ihn sehr. Doch bald schon müsste sie nach Hause, nein, eigentlich zu ihrer Cousine. Dort würde sie heute schlafen. Aber sie war sehr betrunken.
Er wusste natürlich, dass er ihr helfen musste. Es war sein Beschützerinstinkt. Nun hieß es also auf ?nach Hause?. Auf dem Weg erzählten sie sich viel voneinander. Und sie gingen nicht den direktesten Weg nach Hause. Sie liefen um die Wette...
Er wusste von diesem Moment an, dass dies ein ganz besonderer Abend sein würde. Bald kamen die beiden vor der Haustür des Mädchens an. Nun hieß es Abschied nehmen. Der Junge und das Mädchen waren sehr schüchtern, da ihnen beiden solch eine Situation neu war. Was sollte er tun? Was sollte sie tun? Er wusste, dass er sie küssen müsste, doch war dieser Schritt viel zu groß für ihn. Aber sie gab ihm eine Umarmung ? mehr als er sich jemals erhofft hatte. An diesem Abend wusste er, dass er mit diesem Mädchen, das Mädchen, dass ihm gerade eine Umarmung zum Abschied gab, sein Leben verbringen möchte.
Es war also der Beginn einer Freundschaft ? eine Freundschaft, die wunderbarer nicht hätte beginnen können.
Bald begannen sie sich regelmäßig zu treffen, immer an einem Freitag. Denn freitags war sie in der Stadt. Sie kam nicht von hier. Aber sie lebte auch nicht weit entfernt.
Der Junge dachte jeden Tag an das Mädchen. Er wünschte sich jede Stunde und jede Minute, dass es bald Freitag werden würde, damit er das Mädchen wieder sehen könne. Doch sie sahen sich immer seltener. Es war keine Zeit füreinander. Und es wurde ihr verboten, so oft von zu Hause weg zu sein. Also sahen sich das Mädchen und der Junge nicht mehr. Einen ganzen Sommer lang. Sie verloren sich aus den Augen, der Kontakt war abgebrochen. Viele Missverständnisse und ihre Unerfahrenheit trugen dazu bei, dass sie sich aus den Augen verloren.
Nur freitagabends, da sahen sie sich bei Gelegenheit, denn das Mädchen hatte ihre Tanzstunden in der Stadt ? und er wusste dies. Jeden Freitagabend also fuhr er mit dem Rad an dem Ort vorbei, an dem es stattfinden sollte. Manchmal sah er sie, manchmal nicht. Er traute sich nie sie anzusprechen. Er war zu feige.
Man sah sich auch gelegentlich im Schulbus, denn der Junge und das Mädchen gingen schon bald in der gleichen Stadt zur Schule. Er setzte sich immer hinter das Mädchen, damit er sie sehen konnte.
Die Monate vergingen nun. Der Junge dachte sehr oft an das Mädchen. Er erzählte es seinem besten Freund, dass er alles für das Mädchen tun würde.
Bald war es Februar des nächsten Jahres geworden, fast ein Jahr nachdem sich das Mädchen und der Junge kennen gelernt und wieder aus den Augen verloren haben. Der Junge erfuhr ein paar Tage nachdem das Mädchen Geburtstag hatte, dass es diesen gefeiert hatte. Er fasste sich ein Herz und schrieb ihr eine Nachricht. Draußen regnete es. Er rechnete mit keiner Antwort, geschweige denn dass die Nummer von ihr noch stimmte.
Doch knapp eine Stunde später erhielt er eine Nachricht. Sie war von ihr! Er freute sich, zusammen mit seinem Freund, der zu diesem Moment bei ihm war und ihm verriet, dass sie vor kurzem ihren 13. Geburtstag hatte.
Und nun schrieb man sich regelmäßig. Immer wieder lud der Junge das Mädchen in seine Stadt ein. Schließlich hatten sie sich viel zu erzählen. Nach über einem Monat war es soweit, sie trafen sich wieder; der Junge und das Mädchen und viele ihrer Freunde. Viel wurde gesprochen, doch nicht zwischen den beiden Protagonisten. Der Junge suchte Hilfe bei der Cousine des Mädchens. Er wolle doch so gerne mit ihr zusammen sein. Sie riet ihm das Mädchen zu fragen. Er tat es. Er schnappte sich das Mädchen und sie waren alleine. Er fragte sie: ?Willst du mit mir zusammen sein?? Doch das Mädchen antwortete nicht. Sie sagte: ?Lass mir Bedenkzeit. Ich sage dir nächste Woche Bescheid.? Dies beruhigte den Jungen, denn schließlich war es kein ?Nein.?
Bald schon sahen sie sich wieder, natürlich an einem Freitag, und bei Regen. Der Junge lud das Mädchen zu sich nach Hause ein, zusammen mit 2 Freunden. Es sollte ein lustiger Abend werden. Die 4 Freunde beschlossen in die Stadt zu gehen. Der Junge und das Mädchen waren bald schon alleine...
Sie gingen eine wunderschöne Allee entlang. Es war sehr dunkel. Und es regnete in Strömen. Er wusste, er müsse die Chance ergreifen. Und er ergriff sie, in Form ihrer Hand. Sie sahen sich an ? und sie lächelten. Nun hatte er es also geschafft.
Der Junge und das Mädchen trafen sich nun regelmäßig, meistens bei dem Jungen zu Hause. Sie sahen sich gerne Filme an und sie küssten währenddessen. Aber das Mädchen war nicht glücklich. 3 Wochen nach dem Abend, an dem sie zusammen kamen, sagte das Mädchen zu dem Jungen, dass sie nicht mehr mit ihm zusammen sein möchte. Da war der Junge sehr traurig, hatte er es doch gerade erst geschafft das Mädchen seiner Träume für sich zu gewinnen.
Er brachte sie nun zur Bushaltestelle. Dabei regnete es. Der Junge gab dem Mädchen einen letzten Kuss und sagte zu ihr: ?Ich werde immer auf dich warten.? Dabei weinte er ganz fürchterlich. Er wandte sich nun ab und ging nach Hause. Nur einen kurzen Blick warf er ihr nach...
Der Junge ging also nach Hause und legte sich bald schlafen. Als er am nächsten Morgen erwachte, hörte er Musik. Er liebte Musik. Es war ein sehr trauriges Lied. Er brach in Tränen aus und in sich zusammen. Da lag er nun, in seinem Zimmer. Doch bald raffte er sich auf und beschloss das Mädchen zurück zu gewinnen. Es war der 5. März 2004. Er setzte sich eine Grenze. Es sollte nicht länger als 6 Monate und 5 Tage dauern, bis er es schaffen müsste. Was dann geschehen würde, wusste der Junge aber nicht. Es musste einfach klappen...
Bald schon kam der Sommer ? ein herrlicher Sommer. Der Junge und das Mädchen trafen sich nun jeden Tag. Ständig fuhr er mit dem Rad zu dem Mädchen, um sie zu besuchen. Sie gingen jeden Tag mit dem Hund spazieren und redeten stundenlang. Das Mädchen und der Junge waren sehr glücklich, obwohl der Junge doch nicht ganz hatte, was er wollte.
An manchen Tagen, da war der Junge sehr traurig. Am Tag des Osterfeuers war er so traurig, dass er vor den Augen des Mädchens auf der Straße stürzte und in Tränen ausbrach. Er dachte, sie küsste sich mit ihrem besten Freund, dabei war es ein simpler Kaugummi.
Die Zeit verging sehr schnell. Bald war es August. Der Junge erfuhr von einem Freund, dass das Mädchen sehr aufgeregt sei. Sie war im Trainingslager für Handball. Und sie erwartete Besuch ? von dem Jungen. Aus diesem Grund war das Mädchen aufgeregt. Dabei hatten sie sich nur Tage davor gestritten, aus unbekanntem Grund. Sie verbrachten einen schönen Abend und verabredeten sich für den nächsten Tag.
Es war der 10. August 2004. Die Sonne schien und meinte es gut. Der Junge und das Mädchen beschlossen einen Spaziergang zu tätigen ? spazieren gehen, das mochten sie beide gerne.
Sie gingen weit. Weit über die Grenzen der Stadt hinaus ? ohne ein Wort miteinander zu reden. Der Junge war aufgeregt. Schon bald waren sie auf dem Rückweg, es war schon spät und das Mädchen müsste bald zu Hause sein. Der Junge sagte: ?Ich möchte dir etwas sagen, aber es ist zu schwer für mich.? Das Mädchen sah den Jungen an. Ganz plötzlich nahm sie seine Hand und fragte: ?Geht es so leichter?? Der Junge hielt das Mädchen an und küsste sie. Und sie erwiderte seine Küsse. Der Junge wusste nun, dass er sie zurück gewonnen hat.
5 Monate und 5 Tage hatte er benötigt. Einem Monat vor Ablauf seiner selbst gesetzten Frist. Jeden Tag hat er um das Herz des Mädchens gekämpft, er hätte es beinahe aufgegeben.
Nun stand dem Pärchen nichts mehr im Wege. Sie liebten sich inständig. Sie schienen füreinander zu schaffen.
Sie durchlebten beide die schwierigsten Phasen ihres jungen Lebens. Der Junge machte bald schon seinen Führerschein. Natürlich ging seine allererste Fahrt zu dem Mädchen ? er holte sie von der Schule ab. Von nun an war das Auto ein ständiger Begleiter der beiden. Auch machte der Junge Abitur. Das Mädchen stand dem Jungen immer beiseite, wenn er wieder einmal Probleme in der Schule oder zu Hause hatte. Das Mädchen feierte seine Jugendweihe. Sie stand immer am Bühnenrand, wenn der Junge einen Auftritt mit seiner Band spielte. Und der Junge stand bei dem Mädchen, wenn es ihre Tanzauftritte hatte. Sie besuchten einen Tanzkurs und überlegten sogar ihn weiterzuführen. Sie sahen unglaublich viele Filme miteinander und besuchten die wunderschönsten Orte, die man nur finden konnte.
Der Junge half dem Mädchen bei allem, wo er nur konnte. Er schenkte ihr seine ganze Aufmerksamkeit und opferte sich selbst. Er sah es als Selbstverständlichkeit an. Sein Prinzip war es schon immer ein Mädchen zu Ehren, zu jeder Stunde an jedem Tag in seinem Leben.
Das Mädchen und der Junge waren unglaublich glücklich. Auch kamen sie sich immer näher. Dem Jungen schien es als würde er das Mädchen jeden Tag mehr zu lieben. Sie lernten, was ?Liebe? wirklich bedeutete. Das Mädchen liebte den Jungen jeden Tag mehr und gab ihm alles, was sie konnte.
Das Pärchen unternahm viele verrückte, aber auch schöne Dinge miteinander. Auch schmiedeten sie Pläne für die Zukunft. Sogar Namen für ihre beiden Kinder wählten sie aus. Der Junge beschenkte das Mädchen immer reich. Er schenkte ihr einen Stern, der nach ihr benannt wurde. Er schenkte ihr Eintrittskarten für ein R.E.M. -Konzert. Sie schenkte ihm eine Eintrittskarte für ein Festival ? jeder wusste vom anderen was er oder sie glücklich machte.
Sie hatten ihre eigene kleine Welt, die voller Zärtlichkeit und Zuneigung war. Jede freie Minute verbrachten sie damit ihre Liebe auszuleben. Der Junge wusste, dass es die Liebe seines Lebens sein würde. Und das Mädchen dachte dies auch. Das Mädchen zeigte dem Jungen, wie wunderbar die Welt ist. Sie hat ihm viele neue Sichtweisen eröffnet, auch wenn ich er nie zugab.
Der Junge gestand selten Fehler ein. Der Junge war, trotz seines höheren Alters, sehr dumm. Er hört plötzlich auf dem Mädchen seine ganze Aufmerksamkeit zu schenken. Andere Menschen wurden ihm wichtiger. Und das Mädchen spürte dies.
Doch der Junge sah es nicht. Er war sich seiner Sache so sicher. Er glaubte, dass es nie zu Ende gehen könnte.
Aber er täuschte sich...am 2. Oktober 2006...nach 2 Jahren, 1 Monat und 3 Wochen war es vorbei. Sie sagte, dass sie ihn nicht mehr lieben würde. Aber das stimmte nicht. Sie wollte einfach nicht mehr von ihm verletzt werden. Der Junge hatte das Mädchen oft verletzt mit dem was er sagte.
Sein Kampf musste nun von neuem beginnen.
von jimmytheexploder um # 20:51 in | 1 Kommentar | TrackBack (0) | versenden
Sonntag, 22.04.2007
Lass' uns Freunde bleiben - als ob Freundschaft so leicht wäre.
Was für eine Nacht! Was für ein Schauspiel! Was für ein Drama....
So viele Menschen, Freunde, beste Freunde ? so viel Leid, an einem Abend.
Sie(1) weint wegen ihm(2). Er(2) ist nicht da. Sie(3) ist traurig.
Und er(4) da drüben hasst ihn(5) für das, was er(5) getan hat. Sie(6) schämt sich dafür.
Ich(7) schäme mich auch; für das, was ich(7) gesagt habe. Zu ihr(8). Das macht sie(9) wütend.
Sie(10) ist wütend, weil ich(7) es tat. Später bin ich(7) traurig, dass sie(10) nicht zu mir(7) steht.
Song der Stunde: Arctic Monkeys ? Do Me A Favour.
Well the morning was complete.
There was tears on the steering wheel dripping on the seat,
Several hours or several weeks,
I'd have the cheek to say they're equally as bleak!
It's the beginning of the end, the car went up the hill,
And disappeared around the bend, ask anyone they'll tell you that.
It's these times that it tends,
The start to breaking up, to start to fall apart
Oh! hold on to your heart.
Do me a favour, break my nose!
Do me a favour, tell me to go away!
Do me a favour, stop asking questions!
She walked away, well her shoes were untied,
And the eyes were all red,
You could see that we've cried, and I watched and I waited,
'Till she was inside, forcing a smile and waving goodbye.
Curiousity becomes a heavy load,
Too heavy to hold, too heavy to hold.
Curiousity becomes a heavy load,
Too heavy to hold, will force you to be cold.
And do me a favour, and ask if you need some help!
She said, do me a favour and stop flattering yourself!
How to tear apart the ties that bind, perhaps fuck off, might be too kind,
Perhaps fuck off, might be too kind.
von jimmytheexploder um # 12:40 in | Kommentieren | TrackBack (0) | versenden
Sonntag, 08.04.2007
Sonntag, 25.03.2007
Es war nichts...
Dieser Eintrag handelt von 3 Menschen gleichzeitig....
Er ist armselig, er hat nichts, er kann so viel mehr. Man wünscht es ihm doch so sehr, aber es scheint ein Kreis zu sein. Er will ausbrechen, neues erfahren - überhaupt etwas erfahren.
Philosophiert wird viel; viel zu viel. Gehandelt wird zu wenig, ich weiß es doch noch mit am besten...
Wer sagt, dass es schlecht sei über sein Handeln nachzudenken? Ich nicht. Ich hasse sie, die Spontaneität.
"Es war nichts, nur ein Wutanfall mehr."
Die Sterne - Hau drauf und hau ab.
von jimmytheexploder um # 14:14 in | Kommentieren | TrackBack (0) | versenden
Freitag, 23.03.2007
B-Seite!
Dieser Song stammt tatsächlich von einer B-Seite der Arctic Monkeys-Single "Leave when the lights go out". Es stammt im Original von Barbara Lewis und wurde geschrieben von Van McCoy.
Baby, I'm yours (baby, I'm yours)
And I'll be yours (yours) until the stars fall from the sky,
Yours (yours) until the rivers all run dry
In other words, until I die
Baby, I'm yours (baby, I'm yours)
And I'll be yours (yours) until the sun no longer shines,
Yours (yours) until the poets run out of rhyme
In other words, until the end of time
I'm gonna stay right here by your side,
Do my best to keep you satisfied
Nothin' in the world can drive me away
'Cause every day, you'll hear me say
Baby, I'm yours (baby, I'm yours)
And I'll be yours (yours) until two and two is three,
Yours (yours) until the mountains crumble to the sea
In other words, until eternity
Baby, I'm yours
'Til the stars fall from the sky
Baby, I'm yours
'Til the rivers all run dry
Baby, I'm yours
'Til the poets run out of rhyme
von jimmytheexploder um # 17:15 in | Kommentieren | TrackBack (0) | versenden
Montag, 19.03.2007
Reaktionen.
Dieser Eintrag ist als Reaktion auf den Post im Rukz vom 19.März 2007 zu sehen.
Ich erlebe so ziemlich das Gleiche.
Auch ich ziehe jeden Abend Bilanz, nicht über Finanzen, sondern ganz allgemein. Jeden Abend nehme ich mir Dinge vor, die ich am nächsten Tag erledigen will - Ich schaffe es nie. Diese Sperre, die sich manchmal in meinem Kopf aufbaut ist einfach zu riesig, einfach unüberwindbar.
Ich WEISS, dass manche Dinge gut sind, wenn sie erledigt sind, doch trotzdem kann ich mich nicht dazu überwinden sie zu tun. Warum ist das so?
Das Einzige, was mich unentwegt beschäftigt ist die Liebe. Nimmt sie mir zu viel Kraft? Ich stecke so unglaublich viel Kraft und auch Leidenschaft hinein, und bekomme auch tatsächlich etwas zurück, ich merke es. Es gibt mir den Lebensmut, den ich im Moment brauche - doch anscheinend nicht genug. Dazu fehlt der letzte Schritt - ihrerseits. Ich sagte ihr dies auch heute, es interessierte sie nicht. "Dieser Schritt ist zu groß für mich", sagte sie.
Wir waren uns heute so nah wie nie zuvor. Sie sagt immer mehr Dinge, die mein Herz höher schlagen lassen. Ich sagte ihr: "Ich liebe dich." Ich fügte an: "Sag es mir." Sie blieb stumm.
Jedoch später flüsterte sie: "Ich habe heute gemerkt, dass du der wichtigste Mensch in meinem Leben bist. Es scheint mir, als hätte ich das in den letzten Monaten........vergessen." Es reichte mir für diesen Tag. Kleine Schritte führen auch zum Ziel. Und ich werde es erreichen. Ich fragte sie: "Werden wir eines Tages nocheinmal zusammen sein können?" Sie gab mir ein selbstbewusstes Nicken...
von jimmytheexploder um # 23:35 in | Kommentieren | TrackBack (0) | versenden
Donnerstag, 15.03.2007
Neuanfang.
Er verfehlte sein Ziel, doch dessen war ich mir schon lange bewusst.
Doch er wurde missbraucht. Ich musste es beenden - oder zumindest einfrieren.
Geht mit dem Wissen, das ihr hier erhaltet, gut um. Ihr seid eine Auswahl weniger, die es lesen dürfen - seid dessen auch stets bewusst.
von jimmytheexploder um # 23:20 in | Kommentieren | TrackBack (0) | versenden

